Wie schreibe ich eine Einleitung?

Die Einleitung ist der wichtigste Textabschnitt einer Hochschularbeit – und zwar gleichgültig, ob es sich um eine Diplomarbeit, eine Bachelorthesis oder eine Staatsexamensarbeit handelt. Hier wird der Leser ins Thema eingeführt, hier wird die Fragestellung formuliert, und hier werden die methodischen Grundsatzentscheidungen getroffen.

Wir wiederholen uns in dieser Hinsicht gern: Man sollte die Einleitung, auch wenn das sogar von Prüferseite geäußert wird, nicht zum Schluss schreiben, sondern sie während der Niederschrift als Arbeitsinstrument verwenden. Denn hieran – und nur hieran – zeigt sich letztlich, ob das Untersuchungsvorhaben klappt. Häufig lässt sich daran auch schon ablesen, weshalb es nicht so gut klappt.

All das wissen auch die Prüfer; daher steht im Grunde die Note schon nach der Lektüre der Einleitung fest – zumindest wird es schwierig sein, den Prüfer zu überzeugen, dass es sich doch um eine gute Arbeit handelt, wenn die Einleitung misslungen ist. Aber wie schreibt man nun eine gute Einleitung? Wir werden uns in einem der nächsten Tutorials genauer mit dieser Frage auseinandersetzen. Hier zunächst einige grundlegende Hinweise: 

Hilfreich ist eine Aufteilung in vier Teile, die sinnvoll aufeinander aufbauen. Das heißt nicht, dass es nicht auch andere Möglichkeiten gibt, aber so funktioniert es mit Sicherheit – bei jedem Thema.  Das vorgeschlagene Schema sieht wie folgt aus:

  1. Thematische Hinführung (2 Absätze); diese besteht im Idealfall aus dem Einstieg (etwas, was an die allgemeine Erfahrung anknüpft und unmittelbar ersichtlich ist) und einem weiteren Absatz, in dem – ausgehend vom Einstieg – auf das eigentliche Thema fokussiert wird.
  2. Fragestellung (1 Satz), auch als Problemstellung oder Forschungsfrage bezeichnet. Dabei handelt es sich im Idealfall tatsächlich nur um einen Satz.
  3. Operationalisierung der Fragestellung (3 bis 4 Sätze); dabei wird die Frage beantwortet, welche inhaltlichen und methodischen Aspekte im Zusammenhang mit der Klärung der Forschungsfrage wichtig sind.
  4. Untersuchungsverlauf (pro Kapitel ein – kurzer – Absatz mit Verweis auf die Kapitelnummer); hier wird geklärt, was Inhalt der einzelnen Kapitel ist; neue inhaltliche oder methodische Aspekte sollten hier nicht mehr vorkommen.

Wie gesagt, das funktioniert mit jedem Thema – wenn nicht, deutet das eher darauf hin, dass mit dem Thema etwas nicht stimmt. Konkrete Fragen dazu beantworten wir gern im o:T-Forum.

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